Gründungsarten
Es gibt verschiedene Wege, eine selbstständige Existenz aufzubauen. Ihre Persönlichkeit und Ihr Arbeitsstil entscheiden über die richtige Variante. Denn der Rahmen, den Sie für Ihre Selbstständigkeit wählen, wird Ihr Arbeitsleben in Zukunft wesentlich bestimmen. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Gründungsarten vor.
Das Einzelunternehmen ist eine häufig gewählte Form bei Neugründern. Hier sind Sie allein Chefin oder Chef und haben in jeder Hinsicht die größte unternehmerische Freiheit. Die Geschäftsidee, die Organisation, die Arbeitsweisen und -abläufe, die Auswahl der Mitarbeiter, die strategische Ausrichtung des Unternehmens – das alles bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie schon lange darauf warten, Ihr „eigenes Ding“
zu machen, könnte diese Form für Sie passend sein. Bedenken Sie aber, dass Sie wirklich alles allein durchsetzen und verantworten müssen. Bis hin zur finanziellen Belastung liegt sämtlicher Druck auf Ihren Schultern.
Alternativ kann eine Teamgründung mit Geschäftspartnern ein guter Weg in Ihre Selbstständigkeit sein. Bei mehreren Personen verteilt sich die Belastung. Denn bringen mehrere Partner ihre Finanzmittel in das Unternehmen ein, kann sich das positiv auf die Eigenkapitaldecke auswirken. Außerdem können die Stärken der Einzelnen, sofern sie sich gut ergänzen, eventuell vorhandene Schwächen ausgleichen. Wenn einer der Geschäftspartner zum Beispiel gut verkaufen kann, der andere dafür die betriebswirtschaftliche Seite im Blick hat, kann daraus ein gutes Doppel werden.
Teamgründungen sind häufig stabiler als Gründungen von Einzelpersonen. Das A und O einer gemeinschaftlichen Gründung ist allerdings, dass das Team gut zusammenarbeiten kann. Erfahrungen mit Teamarbeit sind deshalb sehr von Vorteil. Respekt und gegenseitige Information, Anerkennung der Kompetenzen des anderen, ähnliche Vorstellungen über Strategien, künftige Investitionen und Arbeitszeiten sollten Ihre gemeinsame Basis sein, um nicht nach kurzer Zeit im Streit auseinanderzugehen. Legen Sie die grundlegenden Aspekte Ihrer Geschäftsbeziehung unbedingt schriftlich in einem Vertragsverhältnis
fest. Das schafft Klarheit und schützt vor Missverständnissen und Enttäuschungen. Bei der Suche nach möglichen Partnern können Ihnen die Kooperationsbörsen bei Kammern oder Wirtschaftsförderungen oder der Besuch von regionalen Gründertreffs helfen.
Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ist eine weitere interessante Form der Existenzgründung. Sie müssen nicht bei Null anfangen, sondern können einen etablierten Betrieb weiterführen und auf Produkte sowie Kunden- und Lieferantenbeziehungen zurückgreifen. Viele der STARTERCENTER NRW sind auch Partner im Netzwerk Unternehmensnachfolge NRW und können Sie auf dem Weg zur Unternehmensnachfolge beraten und begleiten. Weiterführende Informationen zur Unternehmensnachfolge, Checklisten sowie Links zu Online-Börsen mit Unternehmen, für die ein Nachfolger gesucht wird, finden Sie unter www.unternehmensnachfolge.nrw.de.
Franchisesysteme bieten fertige und erprobte Unternehmenskonzepte an. Sie gründen Ihr Unternehmen unter dem eingeführten Markennamen und erhalten von dem Franchise-Geber Unterstützung und Beratung. Dabei agieren Sie innerhalb vorgegebener Grenzen: So sind häufig die Einrichtung des Geschäftes, erprobte Marketingmaßnahmen und bestehende Lieferantenbeziehungen vorgegeben. Für diese Leistungen zahlen Sie als Franchise-Nehmer dem Franchise-Geber eine Gebühr. Diese Art der Existenzgründung kann das Unternehmensrisiko verringern, achten Sie jedoch auf eine faire Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber. Neben vielen seriösen Anbietern gibt es auch einige schwarze Schafe. Informieren Sie sich gut über den jeweiligen Anbieter und holen Sie sich bei der Vertragsgestaltung professionelle Hilfe. Auskunft geben Ihnen die Verbände, die wir in unserer Linkliste zum Thema Franchising gelistet haben.

